Am 23. Juni 2020 hat der Rat der Stadt Rees folgende von den Grünen und der SPD eingebrachte Resolution einstimmig verabschiedet:

Bei der letzten Abstimmung über die geplante Gleichstromtrasse hat der Fachausschuss für Umwelt, Planung, Bau und Vergabe einstimmig gegen die neue Nord-Süd-Trasse auf dem Gebiet unserer Stadt gestimmt. Die Leitung soll Windstrom von der Nordsee bis zum Verteiler nach Meerbusch leiten.

Viel sinnvoller schien den Ausschussmitgliedern, den Verlauf mit der nahezu zeitgleich herzustellenden Gasfernleitung südöstlich von Wesel zu bündeln. Das wird in den Vorgaben des Leitungskonzeptes empfohlen.

Entsprechend hat die Stadt Rees auf der Antragskonferenz am 7. Juni 2018 in Wesel votiert.

Begründung:

Nach einer mittlerweile erfolgten Änderung der Vorzugstrasse will der Planungsträger die Stromleitungen durch die Ortsteile Wittenhorst, Schledenhorst, Sonsfeld und Haffen bis an den Rhein führen. In einem formalen Verfahren soll diese Planung nunmehr konkretisiert werden. Im Zeitraum der Sommerferien muss durch die Stadt Rees dazu Stellung bezogen werden.

Es wird der Halderner Wald ein weiteres Mal nach der Hochspannungsleitung Wesel – Doetinchem durchschnitten. Im Forstbereich „Klosterheide“ ist es bereits zu ganz empfindlichen Verlusten gekommen. Diese wurden im waldarmen Gebiet unserer Stadt nicht durch Baumpflanzungen ersetzt.

Die Gleichstromtrasse müsste den Wald ein weiteres Mal mit einem breiten Band durchstoßen. Es dürften darauf nie wieder Bäume wachsen.

Im Übrigen erscheint es widersinnig, für ein Klimaschutzprojekt letztlich einen guten Teil unseres Baumbestandes zu opfern. Weil wir als Stadt über relativ wenige Waldflächen verfügen, bestehen wir auf dem Erhalt des Waldes mit seiner unverzichtbaren Funktionsvielfalt.

Der Rat der Stadt Rees wendet sich gegen die Verlegung der Stromtrasse A-Nord durch das Reeser Stadtgebiet.

gez. Peter Friedmann, Fraktionsvorsitzender SPD

gez. Helmut Wesser, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen