24. Juli 2020, Grietherbusch – Wie sch├Ân unsere niederrheinische Landschaft ist, wurde mir einmal mehr bei einer von den Reeser Gr├╝nen organisierten Radtour bewusst.

Dass es so sch├Ân bei uns ist, hat viel mit den B├Ąumen und Alleen zu tun, die vor allem in den Reeser Ortsteilen zu sehen sind. An vielen bin auch ich in der Vergangenheit eher unbewusst vorbeigefahren. Das hat sich jetzt ge├Ąndert.

Jetzt lud Gr├╝nen-Vorsitzender Marco Bonnes dazu ein, sich diese ÔÇ×Naturdenkm├ĄlerÔÇť aus der N├Ąhe anzuschauen. Sachkundige Unterst├╝tzung holte er sich vom Diplom-Biologen Walter Ahrendt vom Naturschutzzentrum des Kreises Kleve.

Los ging es bei leichtem Regen – irgendwo zwischen Empel und Millingen. Das Ende eines eher unscheinbaren Str├Ą├čchens m├╝ndet in einen wundersch├Ânen verwunschenen Park. Riesige ineinander verschlungene Esskastanien pr├Ągen die Ansammlung aus Laub- und Nadelb├Ąumen. Teilweise jahrhundertealte B├Ąume, wohin man auch blickt. Ahorn, Birken und Eichen gibt es auch, aber die Esskastanie dominiert. ÔÇ×Vor der Kartoffel waren Esskastanien ein wichtiges Lebensmittel. Die wurden hier bewusst angepflanztÔÇť, wei├č Ahrendt zu berichten.

Bei der Einfahrt zum R├╝ckenbuschhof dann eine sehr beeindruckende riesige Eiche. Es leuchtet schnell ein, dass gro├če B├Ąume immer auch Wegmarken waren, Navigationsger├Ąte gab es ja noch nicht.

Kurz vor der Grenze von Rheinland und Westfalen, also zwischen Millingen und Anholt, folgt nach vielen Kopfweiden eine Allee. Was ich bisher nicht wusste: Es gibt nicht nur Kopfweiden, sondern auch Kopfeichen. Die stehen, gehegt und gepflegt zwischen Millingen und Vehlingen.

Weiter ging es auf einer der wenigen Fahrradstra├čen, von denen es nach meinem Geschmack gerne bald mehr geben darf.

Vorbei am Eingang zum Schloss Hueth biegen wir in eine wundersch├Âne Lindenallee ein. Die Sonne hat sich gl├╝cklicherweise durchgesetzt und sendet ihre Strahlen zwischen den ├ästen und Bl├Ąttern hindurch. Da geht einem als Jung aus dem Lindendorf Haldern direkt das Herz auf.

Mit einem Appell zum Erhalt unserer B├Ąume und Alleen beendete Marco Bonnes die Radtour zu ÔÇ×unserenÔÇť Naturdenkm├Ąlern an der Kirche in Grietherbusch.