REES. Jetzt fand im Sport- und Freizeit-Center in Rees die Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Rees statt. Neben vielen Wahlen, gab es auch eine knackige politische Aussage von SPD-Chef Karl van Uem. 

„Ich erinnere mich noch gut, als Herr Gerwers von der CDU der verblüfften Öffentlichkeit drei Wochen nach seiner Wahl zum Bürgermeister von Rees erklärte, er wolle jetzt lieber in den Bundestag wechseln. Das war ein Schlag ins Gesicht der Wählerinnen und Wähler“, erinnert sich der seinerzeitige Bürgermeisterkandidat van Uem, immer noch sichtlich angefasst. 

Es kam anders: Gewers verlor haushoch gegen seine Mitbewerber aus der CDU und landete bei einer entsprechenden Mitgliederversammlung der Kreis Klever CDU auf Platz 3 von 3. 

„Natürlich ist es nicht verwerflich für den Bundestag anzutreten, auch nicht aus dem Amt des Bürgermeisters heraus. Allerdings stellt sich schon die Frage der Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit wenn sich jemand für die Bürgermeisterwahlen aufstellen lässt, dann gewinnt und dann nach gerade mal drei Wochen sagt, ich mache es doch nicht, sondern gehe in den Bundestag. Seitdem ist klar, dass Rees für Gerwers nur zweite Wahl ist“, so van Uem.

Einen regelrechten Wahlmarathon hatte Bürgermeisterkandidat Bodo Wißen abzuleisten, der die Versammlungsleitung für die Dauer der Ortsvereinsvorstandswahlen übernommen hatte. Auch die Zählkommission, bestehend aus Michael Schulz und Anke Koblitz, hatte Schwerstarbeit zu leisten.

Ortsvereinsvorsitzender bleibt Karl van Uem, seine Stellvertreter sind Hans Beenen und Klaus Nattkamp, Geschäftsführer/Schriftführer ist Harry Schulz, Kassiererin bleibt auch nach dreißig Jahren weiterhin Gertrude Lumer, für die Internetseite/Öffentlichkeitsarbeit zeichnen Nico Faerber und für die Bildungsarbeit Carina Bücker verantwortlich. 

Dass die innerparteiliche Demokratie lebt, zeigte eine Kampfkandidatur um einen Beisitzer-Posten, den Dirk Slis für sich entscheiden konnte. Zuvor war Arno Wingender-Monats bereits als Beisitzer bestätigt worden.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Wahlkampf“ konnte Bodo Wißen von überaus positiven Rückmeldungen auf den Versand des SPD-Wahlmagazins „Gemeinsam mehr erreichen“ berichten. Auch der Online- und Internet-Wahlkampf laufe hervorragend. Dies zeigten die enormen Zugriffszahlen auf www.bodo-wissen.de